verspätet gesendete Antwort von mir
----------------------------------------------
Hi Manne,
ich weiß du kennst dich damit aus
Hier eine Beschreibung der Zusammenhänge aus meiner Sicht:
Moderne Moppeds mit Benzinpumpe gern mit Filter.
Ich bin aber ein Gegner der "irgendwie" nachgerüsteten Benzinfilter.
Typischer Anwendungsfall ist das Trennen der Benzinleitung, evtl. Leitungen etwas kürzen, dann Zwischenstecken des Benzinfilters.
Genau diese Konstellation hat mich immer wieder in Schwierigkeiten gebracht.
Vielleicht oder sogar wahrscheinlich verharzen die auch ?
Es läuft kein Sprit nach, bzw. die ursprüngliche Luftblase bleibt immer gleich.
So innen verrottete Tanks habe ich an unseren Twin, B oder LTD, zum Glück noch nicht gesehen, dass da dringend ein zusätzlicher Filter rein muss.
Was als "Feinruß" in der Schwimmerkammer landet, ist dank des Benzinsiebs am Benzinhahn (im Tank) minimal.
Das kann man ruhig mal kontrollieren bzw. reinigen.
Alle 20 Jahre mal den Vergaser ausbauen und den Schmodder rauswischen sollte reichen
Anders sieht es natürlich bei - vor längeren Standzeiten - nicht abgelassenen Vergasern aus.
Hier führt die Verdunstung der flüchtigen und zündfähigen Anteile zu einer Verharzung = Schichtbildung und somit zur Verstopfung/Abdeckung der Vergaserdüsen sowie einem schlechten Startverhalten. Auch altes Benzin (>6 Monate) hat seine initiale Zündwirkung verloren.
Das ganze alte Benzin ablassen, aus Tank und Schwimmerkannern hat schon Wunder bewirkt.
Die großen Bohrungen sind davon nicht sonderlich beeindruckt, aber die kleinen "Zuluftbohrungen" in der Leerlaufdüse sowie die kleinen Bohrungen des Düsenstocks, oder wie Heri sagt, dem Schaumrohr, die werden zugesetzt und dann funktionieren Vergaser nur noch sehr eingeschränkz, wobei der "Vollgasbereich" am leichtesten zu halten ist.
Schwieriger ist der stabile Leerlauf und die ruckartige Gasannahme ab Leerlaufdrehzahl.
Hier vertraue ich auf Demontage und mechanische Reinigung, bzw. Austausch, aber nicht auf ein Ultraschallbad.
LG, Michael