Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Vorstellung und Umbaustories / Restaurierungen
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Michael
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RE: Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Beitrag von Michael »

Liebe Twintreiber,

um das Thema weiterzutreiben, möchte ich euch die Geschichte unserer zwei weitgehend originalen LTDs erzählen.
Abgesehen davon, das keine meiner/unserer Twins einen originalen Lacksatz besitzt ;)

Nachdem ich die Maria kennengelernt habe und sie mit ihrer Yamaha YZF600R "Thundercat" (im Originalzustand!) so garnicht zur twintypischen Fahrweise neigte,
mußte eine Twin für sie her.
Ich bin bei Lars fündig geworden und nach ein paar Instandsetzungsarbeiten ist Maria damit sehr glücklich.
Zwar ist der Lenker etwas niedriger und ein BSM 2-in-2-Auspuff montiert, dazu ein Windschild und ein Denfeld Kofferträger, aber viel näher am Original einer Y1 kann man kaum sein:
Treffen 2015 05 (Custom).jpg
Rechtzeitig vor unserer Norwegenreise ist mir eine LTD K1 (Beltdrive) zugelaufen.
Auch hier waren einige Instandsetzungen erforderlich.
Eine Änderung habe ich mir aber nicht nehmen lassen und das ist der Umbau des sehr kurz übersetzten BeltDrives auf Kettenantrieb mit 17:38.
Zusammen mit einem BSM 2-in-1-Auspuff, einem Krauser Kofferträger und einem Windschild und weiterem Reisezubehör sind die Änderungen aber auch sehr überschaubar.
Sogar der Hauptständer ist dran geblieben !
Lofoti rechts DSCN8731.JPG
Diese beiden LTDs werden weiterhin in weitgehend serienmäßigem Zustand bleiben ;)

LG, Maria und Michael
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Zuletzt geändert von Michael am So 5. Feb 2017, 17:49, insgesamt 1-mal geändert.
Denkt dran:
Die Drehrichtung des Motors an der Zündungsseite ist gegen(!) den Uhrzeigersinn.
Die Steuerkette nur bei montiertem Ventildeckel spannen, sonst droht ein kapitaler Motorschaden!
Allzeit Gute Fahrt!
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Michael
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RE: Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Beitrag von Michael »

Wie sieht es denn mit zeitgenössischem Zubehör an den Originalen aus ?

Sturzbügel, Lenkergriffe, Spiegel, Gepäckträger, etc.
Denkt dran:
Die Drehrichtung des Motors an der Zündungsseite ist gegen(!) den Uhrzeigersinn.
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bikeorslk
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RE: Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Beitrag von bikeorslk »

Moin,

ich hab ja meinen Einstieg hier bei euch mit dem Thread "Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu" gehabt und wenn es um Originalität geht, bin ich auch immer dafür zu haben.

Aber man sollte m.E. nicht päpstlicher als der Papst sein: Wenn einem - so wie mir - nach 30 Jahren ein Spiegelglas beim Einstellen während der Fahrt knackt, ärgert man sich die Krätze, aber da es vernünftige Ersatzteile gibt, war es am Ende zu verschmerzen. Was ich allerdings nie gemacht hätte, wäre z.B. eckige Spiegel anzubauen.
Auch mochte ich den recht hohen Originallenker nicht und ich habe einen von der Yamaha XJ650 eines Kommilitonen angebaut. Ein damals modischer M-Lenker oder womöglich Stummel? Never.
Lacksatz? Schwierig. Ich habe mich damals, als der Tank seinen Klarlack loswerden wollte, auch vom Original-Grün entfernt und ein etwas dunkleres, ein bisschen blaustichigeres gewählt. Hat bislang niemand gemerkt - es ist eben weiterhin eine Farbe, die man mit diesem Motorrad assoziiert. Das Giftgrün der Rennsemmel-Kawas wäre für mich völlig daneben gewesen, genau wie ein italienisches Rot oder womöglich Orange. Wichtig war mir allerdings die Linierung von Tank und Bürzel wieder hinzubekommen. DAS gehört m.E. zu unseren Bs auf jeden Fall dazu.
Also: Wer die Originalität mag, sollte versuchen, wenigstens optisch so nahe wie möglich ranzukommen.

Aber: Wer bewusst davon abweichen will, nur zu. Aber er sollte es dann auch professionell und mit Gefühl für Ästhetik machen. Und da gibt es m.E. einen Riesenhaufen Murks auf den Straßen. Nur wenige Umbauten  gefallen mir so richtig rundum. Meistens sind das dann auch die teuren von den Spezialisten, wie z.B. die Guzzi-Kaffeemaschinen.

Mit knapper Kasse sollte man es lieber bleiben lassen - zu viele Kompromisse verhunzen dann den möglicherweise sogar guten Entwurf.

Und am Ende gilt doch wieder - Freiheit! - jedem nach seinem Geschmack. Geht es uns in diesem Land nicht gut, mal ganz ehrlich?


Bye

Carsten
Vier Zylinder sind klasse - aber bitte in zwei Motoren!
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ausreiter
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RE: Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Beitrag von ausreiter »

Hallo Ihr Lieben,

erst ein Dank an die die sich hier beteiligen. Es gibt aber bestimmt noch mehr Meinungen.

Vor vielen Jahren war ich auf Treffen in dieser Republik, wo man sich nur mit möglichst Orginalität
beweihräuscherte. Junge, da waren Dinger dabei, 250er BMW besser wie neu. Werte jenseits der
10.000 Mark, damals. Und die meist Opas hatten nur Sinn für ihre 50- 60er Jahre Kisten, schlimm.
Eines Tages, so um 1998 war ich dann mal in Sinsheim. Dachte hier gehts genau so zu und hab die
Kwack erstmal versteckt. Doch siehe da, ganz viele Umbauten waren da. Und Ernst Leverkus ( Klacks )
stand mit Mikro auf der Bühne und hat nicht nur Orginale besprochen. Da wusste ich ich liege richtig.

Ich habe dann den Umbau meines Costumbikes vorangetrieben und mir noch eine Engländerin zugelegt 
2017-02-05 12.02.17.jpg
und von
2 unterschiedlichen Motorräder geträumt, eine Orginal, eine gepimmt. 

Das Problem war aber das die Matchless nur Schwierigkeiten machte. Mal Sonntags zum Edersee war 
ohne Schrauben nicht machbar. Immer ging irgendetwas verloren oder stand kurz davor, immer mußte nach gesehen
werden ob alles am Platz war und funktionierte.
Da mußte wohl eine Generalüberholung her.  Die Maschine habe ich dann zerlegt und rescherschiert und getan.
Computer und deren Möglichkeiten gabs kaum, also Bücher und Fachpresse gekauft, Profies in Sachen
Engländer Singles kontaktet usw. Ich wollte ja Orginal. 
Meine Kumpels alle auf Harley mit Pan- oder Shufflemotoren, also alte Harleys, meinten schon ob 350 ccm
mir genug wäre und sausten davon. 
Dadurch kahm ich auf die Idee Kolben und Zylinder mit 500ccm einzukaufen und aufzu bauen. Brauchste
größere Auspuff und Vergaser auch. Schnell waren wieder 1.000Mark raus. Und ich war Dauergast auf
Technorama und Veterama. So Engländerteile gibts selten, musste suchen, kein Ebay oder so... :(
Das Teil sah mittlerweile so aus. SORRY WEGEN DER BILDQUALITÄT,alles noch altes Bildmat.
2017-02-05 12.00.39.jpg
Auf dieser Basis hab ich dann noch 12 Volt Lima und Boyer Zündung implantiert. 
Ihr werdet es nicht glauben: Super Klang, sattes Fahrerlebnis, aber 0,0 Zuverlässigkeit.
Auch nach der Überholung das selbe Spiel wie anfangs, Sch...karre.

Wie einem das Leben so spielt gab es Veränderungen im täglichen Leben die mich zum Aufgeben
zwangen, was Engländer angeht. Ein junger Ingeneur, wohl Engländer, wohnhalt in Reutlingen,
kahm sah und kaufte die Maschine, watt shells.

Jedenfalls war es eine gute Erfahrung! :cool:

ich melde mich wieder und berichte mal über die Unterschiede Englische und Japanische Motorräder
und was man beim Fahren so bemerkt.
bis dann,
Peter
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Grüsse aus Nordhessen,
Peter


Twiner bleiben  ;)
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martin s aus b
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RE: Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Beitrag von martin s aus b »

Michael hat geschrieben: ... zeitgenössischem Zubehör an den Originalen ... Sturzbügel, Lenkergriffe, Spiegel, Gepäckträger, etc. ...
Die hier .....

Bild

... (und ich gestehe, daß ich das selbe Foto erst vergangene Woche in einem anderen thread verwendet habe)

hatte beim Kauf Tomaselli-Scheinwerferhalter, ein abgesägtes Heckschutzblech, Koni-Dämpfer und die Doppelscheibe. Die Tomasellis und das Schutzblech haben wir durch Originalteile ersetzt, am Lenkkopf Kegelrollenlager und ansonsten noch die elektronsiche LTD-Zündung verbaut und statt des Kawa-Luftfilters einen K&N-Tauschfilter eingesetzt. Lange gesucht haben wir den originalen rechten Halter für den Bremsschlauch der Doppelscheibe, ein Denfeld-Gepäckträger mit Packtaschenhalterung wartet auf Verbau und Motorschutzbügel will ich schon ewig mal selbst schweißen weil alle die ich kenne so elend breit, wahrscheinlich für die Four,  sind.

Genau so hab ich und andere sie 1980 ff gefahren und damit ist das für mich ein absolut passender zeitgenössischer Umbau bei dem das Original eindeutlig erkennbar ist.

Wobei ich unsichtbare oder zumindest unauffällige technische Verbesserungen bei Motorrädern die nicht nur fürs Museum sind immer für zulässig halte. Mein anderer Klassiker, die Yamaha TX 750 hat eine absolut bescheidene, schlecht trennende Kupplung und ich bau sie deshalb grad von Seilzug- auf hydraulische Kupplungsbetätigung um. Das geht zumindest am Lenker mit dem Hydraulikbehälter natürlich nicht 'unsichtbar' und ich bin mal gespannt, was die Puristen dazu meinen. Aber wenn die Kupplung anschließend richtig trennt ...

Und dann sind da noch die richtig guten Umbauten. Was die wrenchmonkees aus der Z 750 gemacht haben, kann man doch nur den Hut ziehen, oder?

Bild

Gute Umbauten sind eine Frage des Geschmacks, der Charakter des Originals muß erhalten bleiben.

Martin
Lieber Fahren als Putzen!
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Gurkenfranz
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RE: Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Beitrag von Gurkenfranz »

Tach Jungs,
da hier schon eine gewisse Altersweisheit regiert muss ich die Jungend mal a bissel in Schutz nehmen. Denkt mal an eure Anfänge mit den ersten Mokicks, Mofas o. was auch immer, wie man an irgend etwas rumgefriemelt hat u. zum Schluß hat nix gefunzt. Learning by doing o. über den knappen Geldbeutel, gelle. Natürlich gibt es totale Honks, denen kannst du erzählen dass sie runde Bogenschnur für eckige Schornsteine in der Apotheke bekommen, aber, es gibt eben auch die Anderen. Ich bin leider auch noch nicht in der Lage ohne drücken zu scheißen d.h. so wird eine Originale Twin aus Kostengründen wohl mein Traum bleiben. Mit jeder Twin die zerschossen o. verhunzt wird steigt der Wert.

dit janze mit einem Augenzwinkern

FG, Franz
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Bruder Lustich
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RE: Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Beitrag von Bruder Lustich »

Michael hat geschrieben: Wie sieht es denn mit zeitgenössischem Zubehör an den Originalen aus ?

Sturzbügel, Lenkergriffe, Spiegel, Gepäckträger, etc.
oder hier:
Eselchen 2016 .JPG
 

die in den Jahren vorgenommenen Veränderungen:

-Gepäckträger und Koffer wurden beim Kauf 1982 von der Erstbesitzerin wegen Italienreise gleich mit montiert ausgeliefert.
-Die Vibrationsdämpfer an den Lenkerenden und die Dämpfer an den Originalspiegeln zwecks Erhöhung derer von mir, nach meinem Kauf 1988.
-Zeitgleich auch ein H4 Einsatz, zwecks besseren Lichtes.
-Die Sturzbügel kamen kurz darauf dran a) wegen Schutz und b) wegen bequemer Beinauflage.
-Eine Werkstatt hat anfangs der 90er noch die Zündkerzenstecker gegen die montierten Boschstecker ausgewechselt und
-ich vor ein paar Jahren noch die Bremsleitung gegen zeitgemäßer Stahlflexleitungen.

Also bis auf einige zeitgenössische Anbauten, bzw. technische Verbesserungen nahezu im Originalzustand:unschuldig: weil, das Eselchen wurde nur nicht "unnötig individualisiert" (fauler Driver) und ist deswegen mittlerweile schon wieder sehr individuell!

Hoffe, das bleibt weiter so. :)

Viele Grüße

Gerd
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Zuletzt geändert von Bruder Lustich am Mo 6. Feb 2017, 22:34, insgesamt 1-mal geändert.
Erst wenn die letzte Ölplattform versenkt, die letzte Tankstelle geschlossen ist, werdet Ihr merken, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.

Y1 ; englische Ausführung
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Ralf Wilde
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RE: Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Beitrag von Ralf Wilde »

Hallo in die Runde,

aus den bisherigen Beiträgen hierzu ist es interessant zu sehen, dass hier doch ein ähnlicher bis gleicher Grundtenor vorherrscht. Ich kann das nur teilen. 

Wie man hier in Köln sagt: jedem Tierchen sein Plaisirchen, oder jeder Jeck ist anders. Soll heißen: jeder nach seinem Geschmack. Das macht die Motorradszene so abwechslungsreich und interessant. 

Ich persönlich bevorzuge zunächst den Erhalt oder Wiederherstellung des Originals bei einem Oldie (egal ob Motorrad oder Auto). Allerdings sollte hier die Basis, wie Peter richtig schrieb, auch gegeben sein. Deshalb habe ich meine B2 auch recht leicht wieder in den Originalzustand versetzen können. Das mit großer Hilfe von Uwe (Tentakelfinger), Manne und Volker (Blauer Stoffel). Dafür bin ich den Dreien bei jeder Ausfahrt immer wieder sehr sehr dankbar. Einzig die Farbe ist nicht original. Diese hatte ein Vorbesitzer nach einem Missgeschick geändert. Die neue Lackierung (dunkel-z1000-blau statt originalem navy-blue) ist mit den Zierlinien allerdings so erstklassig gelungen, dass ich das nicht mehr ändern/rückgängig machen werde. Und ein bisschen Patina, um dieses verbrauchte Wort trotzdem zu benutzen, darf dabei ruhig sein. Ein Motorrad (oder Auto) darf ruhig von seinem Leben erzählen. 

Anders verhält es sich bei einem Schrott-Motorrad. Hier gibt es meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten: entweder man nutzt es als Basis für einen sachkundigen Umbau (z.B. Café-Racer, Scrambler o.ä.), oder baut es ebenfalls wieder im Original wieder auf. Letzteres werde ich mit meiner Suzuki GS400 machen, die ich im Schrottzustand gekauft habe und die ich neu wieder aufbauen werde. 

Egal wie: hauptsache alles ist gut gemacht und der Besitzer hat Spaß beim Fahren.

In diesem Sinne:

viel Spaß allen mit euren Bikes.

LG Ralf
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Michael
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RE: Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Beitrag von Michael »

Hi Martin,

deine "neue" B sieht schon ganz gut aus.
Eine lohnenswerte Basis für eine Restauration.

Hi Gerd,

du bist mit deiner LTD ganz weit vorn, was den Originalzustand angeht !

Sollte dich jemals der Umbauwahn packen, schnappste dir einfach ein heruntergewirtschaftetes Exemplar, 
rettest es damit vor der Schlachtung oder gar der Schrottpresse und tobst dich an dem aus ;)

Weiter gute Fahrt mit deinem Eselchen !

LG, Michael

PS: Ich weiß, wo das Foto gemacht wurde ;)
DSCN8969 marked.jpg
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Zuletzt geändert von Michael am Di 7. Feb 2017, 00:14, insgesamt 1-mal geändert.
Denkt dran:
Die Drehrichtung des Motors an der Zündungsseite ist gegen(!) den Uhrzeigersinn.
Die Steuerkette nur bei montiertem Ventildeckel spannen, sonst droht ein kapitaler Motorschaden!
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Michael
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RE: Diskussionsthema - Orginal oder Umbau ?

Beitrag von Michael »

Liebe Originalitätsfreunde,

jetzt müßt ihr ganz tapfer sein !

Da ich ja auch Twinteile sammel, tausche, verkaufe,etc. hat sich bereits nach ein paar Jahren ein gewisser Fundus angesammelt.
Quer Beet von diversen Modellen.
Also mal sehen, ob sich daraus nicht etwas bauen läßt.

Zusammen mit einem Freund (KFZ-Meister mit Schweißgerät) mal wilde Phantasien an einem B-Rahmen ohne Papieren ausgelebt !
Wir schreiben das Jahr 2002 und ich habe mir eingebildet, die Sitzhöhe muß viel niedriger werden.
Dazu wollte ich den Winkel der Federbeine parallel zu den hinteren Rahmenrohren haben.
Die Rohre unter dem Fahrersitz sollten parallel zu Schwinge verlaufen.
Dadurch hat sich ein schönes Parallelogramm gebildet:
kawa 2michi (Custom).jpg
DSCF0016.JPG
Die riesigen Gimbel Fussrastenhalteplatten sind natürlich grauenhaft, aber es war eine "Zurückverlegte".
Zu dieser Zeit mußte ich auch feststellen, das eine B und eine LTD höchst inkompatible Komponenten haben (eigentlich alle außer dem Motor) 
und auch sonstige Teile aus dem Kawa-Baukasten keineswegs auf Anhieb passen.

Wild am Rahmen flexen und rumschweißen ist zwar toll, harmoniert aber so garnicht mit den Vorstellungen des TÜVs.
Also wurde das Projekt in die Ecke gestellt.
Anläßlich eines Umzugs wurde das Mopped 2004 wieder ans Tageslicht gezerrt und ein paar Sachen ausprobiert.
Die bereits grün lackierte Hinterradfelge gab den Anstoß für ein gewagtes Farbexperiment
Eine Seite in grün und die andere Seite in schwarz zu lackieren (Sprühdose, und los!)
DSCF0006 (Custom).JPG
DSCF0009 (Custom).JPG
Ja, ganz witzig, aber halt immer noch weit weg von funktionierend und dann der umgeschweißte Rahmen, oh je.
Also wieder in die Ecke gestellt und die Jahre vergingen ...

Fortsetzung folgt
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Die Steuerkette nur bei montiertem Ventildeckel spannen, sonst droht ein kapitaler Motorschaden!
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