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Entlacken mit ...
Verfasst: Do 30. Nov 2017, 21:17
von martin s aus b
... Ameisensäure. zB. für den Handbremszylinder.
Hat da irgend jemand schon Erfahrung mit?
Martin
RE: Entlacken mit ...
Verfasst: Do 30. Nov 2017, 22:00
von bikeorslk
Moin,
nö, aber Entlacken geht doch hervorragend mit - Bremsflüssigkeit...
Bye
Carsten
RE: Entlacken mit ...
Verfasst: Do 30. Nov 2017, 22:05
von Robert
Grüneck Abbeizer (Chemo-Keule)
oder
Heissluftfön (stinkt auch)
Säure bei Alu eher problematisch, hinterlässt "Frassspuren"
RE: Entlacken mit ...
Verfasst: Fr 1. Dez 2017, 07:39
von martin s aus b
Hallo Carsten & Robert,
ich hab drei angegammelte Handbremszylinder daliegen die ich auf Vordermann bringen möchte. Hier
http://www.kawasaki-z-classiker.de/phpB ... s%C3%A4ure
schreibt Z1 Achim über das Entlacken mit Ameisensäure:
Ich habe mir einen sogenannten " KALTENTLACKER " gekauft .
Dieser besteht aus 85 % tiger Ameisensäuse .
Das Entlacken klappt damit wirklich super gut .
Ausser den Instrumenten - Gehäusen ( Obere Blechkappe ) ,
habe ich alte Schwimmerkammerdeckel und Lenkerschaltergehäuse entlackt .
Aluguss und Messing wird in keinster Weise angegriffen .
Schutzmaßnahmen sind natürlich Pflicht :
Schutzbrille und säurefeste Handschuhe .
Auch sollte man mit der Ameisensäure nicht in geschlossenen Räumen arbeiten .
Die Teile habe ich ca . 3 Std in Ameisensäure gelegt .
Der Lack ( mit Härter ) , ist dann förmlich vom Material " runtergerutscht " .
Stahlteile mit warmen Wasser reinigen und sofort trocken reiben ,
da sie sonst schnell anfangen Flugrost zu bilden .
Ameisensäure ist frei erhältlich .
Hört sich nicht schlecht an, weniger stinke- und ätzchemisch (Schutzmaßnahmen, nicht in geschlossenen Räumen) wär aber besser. Wie funktioniert das mit Bremsflüssigkeit und wie bekommt man die am Schluß sauber runtergewaschen?
Martin
RE: Entlacken mit ...
Verfasst: Fr 1. Dez 2017, 09:03
von Michael
Hi Martin,
ich habe den Beitrag in die Rubrik Technik verschoben.
Der Lack an Handbremszylinder ist weitgehend resistent gegen Bremsflüssigkeit, also irgendein besonderer Lack.
Ob Ameisensäure das runterbekommt weiß ich nicht.
Der schon empfohlene Grüneck-Abbeizer schein wirklich das beste Zeug für unsere Zwecke zu sein.
Ob der stinkt, ich weiß es nicht.
Zum Reinigen würde ich warmes Spüli-Wasser und eine (Zahn-)Bürste empfehlen, anschließend mit Druckluft ab-/durchblasen und ein paar Tage trocknen lassen.
Damit kommt es zu keinem Kontakt von Säure/Abbeizer oder Wasser mit der neuen Bremsflüssigkeit.
Kurzer Merksatz zum Umgang mit Säuren:
"Gießt du Wasser in die Säure, geschieht das Ungeheure!"
Sollte eine Verdünnung oder Entsorgung erforderlich sein (Ameisensäure eignet sich übrigends hervorragend zur Reinigung von Toiletten),
achte darauf, die Säure in ein vorbereitetes Gefäß mit Wasser zu schütten, niemals umgekehrt !
LG, Michael
RE: Entlacken mit ...
Verfasst: Sa 2. Dez 2017, 01:42
von bikeorslk
Moin,
Michaels Tipps sind sicher sehr gut, ich will trotzdem noch was zur Bremsflüssigkeit sagen
Mein Eindruck ist etwas anders als Michaels: Der schwarze Lack der Armaturen und des B-Zyl. ist gegenüber
Bremsflüssigkeit m.E. genauso empfindlich wie anderer Lack. Badet man das Teil darin, wird er unterwandert und als weiche Haut ablösbar. Das Ganze dauert natürlich. Danach, wie Michael sagt, schön abwaschen und ordentlich trocknen. Wenn schon korrodierte Stellen auf dem Zinkdruckguss sind - vorm Neulackieren glätten und reinigen (z.B. mit Ms-Bürste). Ich hätte Skrupel, mit starker Säure da ranzugehen. Zn ist recht unedel und wird von Säure angeätzt.
Schlechte Erfahrung: Ich habe mal Alufelgen (und Alu ist edler als Zn) mit einem ameisensäurehaltigen Felgenreiniger (ja, den gibt es. Kleingedrucktes lesen) ziemlich verhunzt. Seitdem kommt mir derartiger Reiniger nicht mehr in die Garage...
Abbeizer funzt aber sicher ganz gut und ist, da eher gel-artig, sparsamer als B-Fl..
Viel Erfolg
Carsten
Bye
Carsten