Seite 27 von 28

Re: Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu

Verfasst: So 23. Jul 2023, 18:38
von ausreiter
Moin Carsten,

der Martin hat eigentlich alles gesagt und ich würde so tun.

Nachzutragen wäre noch, das du einen Luftkühler fährst, dem es bei den Sommerlich hohen Temp. am TreffenWE sicherlich ebenfalls, wie uns,
warm geworden ist. Schwitzen tun sie alle, ist auch normal und tollerierbar. Mein Neu zusammengebauter 860er hat ebenfalls im Ventildeckel
bereich und an den Halbmonden Öl nach 3 Turns ausgeschwitzt. Die dürfen das, solange nicht die Krümmer vollsbbern o. der Anlasser schwimmt... :P

Abputzen, bestenfalls wie Martin geschrieben tun und weiterfahren.....never change a runing system. 45 Jahre alte Technik.

Re: Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu

Verfasst: Di 25. Jul 2023, 23:27
von bikeorslk
Ja, danke an Martin und Peter.

es ist wirklich etwas komisch, weil doch recht viel Öl auf der Vorderseite des Motors haftete - ok, 1400km ohne Prüfung und Reinigung, aber eben bis unters LKL. Das hat mich besorgt gemacht.
Wäre es die DZM-Welle, ginge es mir besser, weil ich die Ursache verstanden hätte. Aber da oben ist eben kein Öl. Um wirklich sicher zu gehen, lasse ich heute Nacht mal die DZM-Welle nach unten hängen. Wenn Öl drin ist, sollte das morgen auf dem Garagenboden gelandet sein (ich glaube aber dran - ich hab keinen Lappen hingelegt :P )
20230725_231914.jpg
Außerdem werde ich die Kopfdeckeldichtung tauschen, wie Martin empfohlen hat und dann mal weiter sehen.

Bye

Carsten

Re: Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu

Verfasst: Mi 26. Jul 2023, 06:34
von Ralph
Moin Carsten,
wenn Du den Deckel abnimmst, kontrolliere auch die O-Ringe der Verschlusstopfen - die waren es bei mir. Viel Erfolg!

Grüße Ralph

Re: Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu

Verfasst: Mi 26. Jul 2023, 11:23
von Rolf Simon "Gaga"
Tach auch, mein lieber Carsten ;)
Ich habe mir jetzt mal deine Beiträge der letzten Tage angesehen und mir kommt eine merkwürdige Parallele in den Sinn :rolleyes:
Jetzt nicht lachen, lästern oder abwinken. Es ist nur ein Gedanke, vielleicht nachvollziehbar :(
Bei meinem GESPANN, das ja bekanntermaßen dem Weiß-Blauen Lager zuzuordnen ist und hier nur bedingt Erwähnung finden sollte, ist auch Öl an der Front feststellbar.
Und zwar tritt dieses an den arg strapazierten Gabelsimmeringen aus, wird vom Fahrtwind entgegen der Schwerkraft auf den Tank und diesen hinauf bis zur Oberseite geweht :schock: .
Auf langen Autobahnetappen, die manchmal unvermeidlich sind, tritt dieses Phänomen auf und hat mich schon mehrfach irritiert :idee: .
Also, ein Denkansatz zum Thema, mehr sollte es nicht sein.
Viele liebe Grüße.
Euer Gaga :P :motorrad:

Re: Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu

Verfasst: Mi 26. Jul 2023, 13:25
von bikeorslk
Hi Ralph, hi Gaga,

danke fürs Mitdenken!

@Ralph: Welche Verschlussstopfen meinst du denn? Im Zyl-Ko-Deckel der B sind doch nur zwei Bohrungen für die Gleitschiene. Da ist aber kein O-Ring verbaut. Oder bist du evtl. gedanklich beim "eckigen" Motor mit den rechteckigen Deckelchen?

@Gaga: Gecheckt. Die sind trocken. Da ich keine Faltenbälge habe, wäre das gut sichtbar.

Tatsächlich hat mein gestriger Versuch doch ein paar Tröpfchen auf dem Garagenboden erbracht. Das Öl kommt aber nicht aus dem Schlauch der DZM-Welle selber, sondern aus der äußeren Scheuerschutzümhüllung, die etwa 10 cm unterhalb des DZM endet. WIE IMMER DA ÖL REINKOMMT...???
20230726_104700~2.jpg
Ich werde mal an der Stelle ein kleines Putzläppchen "montieren" und fahren. Dann sollte der Motor ja clean bleiben, wenns da rauskommt

Bye

Carsten

Re: Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu

Verfasst: Mi 26. Jul 2023, 13:50
von martin s aus b
bikeorslk hat geschrieben: Mi 26. Jul 2023, 13:25 ... Öl kommt aber nicht aus dem Schlauch der DZM-Welle selber, sondern aus der äußeren Scheuerschutzümhüllung...
Hast du geschaut obs jetzt nicht vielleicht an der nach unten hängenden Wellenhülle außen bis zum Schutzschlauch runter-, innen durch den Schlauch und dann am unteren Ende rausläuft.

Und das ....


Öl.JPG

... durchgeärtete O-Ringe Nr 20 an den vier Deckeln, hatte ich auch schon. Da müsste dann allerdings auch Öl in den Luftkanälen links und rechts vom Steuerkettenschacht sein.

Weiterhin viel Spaß bei der Suche!

Martin

Re: Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu

Verfasst: Mi 26. Jul 2023, 18:19
von bikeorslk
Moin Martin,

wenn die Stopfen - jetzt hab ich Ralph's Idee verstanden - undicht wären, hätte ich doch sicher neben der Zündkerze sowie an der Rückseite des Motors Öl gefunden, aber doch nicht vorn, oberhalb des Steuerkettenspanners, oder?

Nee, es wird wohl doch diese bescheuerte DZM-Welle sein - nur verstehe ich es nicht. Die Durchführung aus dem ZylKoDeckel ist clean, die Alubuchse, die um die Wellenhülle gequetscht ist, ebenfalls, und oben am DZM kommt nichts an. Also bleibt nur noch, dass irgendwo auf der Strecke, im inneren des Scheuerschutzes verborgen, die Hülle einen Schaden hat und Öl, was sich am O-Ring im ZylKo vorbeidrängelt, dort nach außen geleitet wird, kapillar aufsteigt und 10cm unter dem DZM ans Freie quillt und vernebelt wird.

Ich werde das mit dem Auffanglappen mal machen und dann wohl oder übel den Antrieb mal wieder neu abdichten.

Bye

Carsten

Re: Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu

Verfasst: Mi 26. Jul 2023, 18:33
von kort
Hallo Carsten,
Öl über die Drehzahlmesserwelle bis zur Verschraubung am Drehzahlmesser hatte ich auch schon ma, daher mein erster Hinweis - zuerst kam es auch nur sporadisch zu Ölnebel am Kopf usw. Ich hatte zuerst auch keine Idee.
Es dauerte bei mir am Anfang ca. 100 km zügige Autobahn oder ca. 200 km gemütliches bummeln bis es auftrat, solange muss die Welle wohl drehen um genügen Öl nach oben zu transportieren und über die Außenseite der Wellenhülle wieder in die Freiheit zu lassen. Das verbleibende Öl in der Welle ist nach abstellen des Motors per Schwerkraft schleunigst wieder nach Haus in den Motor. Nach einigen Tagen war an der doch recht rauhen Welle nur noch sehr leichte Benetzung. Ein bisschen fahren hat da auch nix gebracht.
Das Öl im Staubschutz steht ist schon mal ein erster Hinweis, wenn da an der Oberkante etwas Luft ist, dann läuft das Öl beim außen runtersuppen da zuerst rein, bis der Spalt voll ist, bevor das Öl sich weiter auf den Weg macht zur Zerstäubung.
Gruß Reinhold

Re: Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu

Verfasst: Mi 16. Aug 2023, 22:39
von bikeorslk
Moin,

endlich mal zuverlässig trocken, so dass ich kommod (d.h. ohne Gummi im Gepäck) mal ein paar km fahren konnte.

1. der Anlasser ist wieder wie neu - yep.
2. Frischzellenkur mit Öl-und Liftfilterwechsel war mal wieder nötig - freies Atmen ist jetzt angesagt
3. die 67km heute haben nicht gereicht, die DZM-Welle zum Überlaufen zu bringen. Oben ist alles trocken.

4. trotz Tauschs des Simmerrings an der KW hat sie rechts unten wieder aus dem Unterbrechergehäuse rumgesaut. Ich brauche Nachhilfe: Was kann man beim Austausch eines Wellendichtrings so falsch machen, dass ein neuer originaler wieder nicht dicht ist??? Muss der eingeklebt werden? Der Neue saß ordentlich stramm im Seitendeckel.

Hilfe, was kann ich tun?

Bye

Carsten

Re: Restaurierung B3 - möglichst originalgetreu

Verfasst: Mi 16. Aug 2023, 23:10
von martin s aus b
Hallo Carsten,

Einkleben gibts bei Wellendichtringem eigentlich nicht. Wenn der neue RWDR aussen gummiert ist muß er in der unbeschädigten Bohrung dicht sein.

Wenn's ganz blöd läuft kann bei der Montage die Ringfeder,
sofern er eine hat, abgestreift oder die Dichtlippe umgestülpt sein. Und
wenn der Dichtring original ist und deshalb schon 40 Jahre auf Verwendung wartet kanns such sein dass die Dichtlippe so ausgehärtet ist dass sie nicht mehr funktionsfähig ist.

Hast du geprüft ob die Laufbahn auf der KW eingelaufen ist? Falls ja den Dichtring nicht bündig sondern entweder einen Millimeter tiefer oder weniger tief einpressen.

Hoffe das hilft Dir weiter

Martin