Liebe Interessierte,
wir sind wieder heil vom Spreewaldring (STC) zurück

Es hat mächtig Spaß gemacht und das Wetter war die vier Tage über sehr gnädig.
Das Wichtigste zuerst, der Manimotor geht wie verrückt und ist heil geblieben !
Die Leistung ist ausreichend, um sich auch an schnellen Ducatis und großen Guzzis zu vergreifen, gegen die ich mit dem 750er Motor chancenlos untermotorisiert war. Auch mit den 600er Supersport Reihenvierzylindern spiele ich jetzt in einer Riege, zumindest auf dem engen STC.
Einen Turn bin ich mit meinem letztjährigen Instruktor gefahren, er auf einer Kawa ZXR600-RRRRR im vollen Renntrimm.
Ich konnte an ihm dranbleiben und sein Laptimer zeigte uns, das wir ganz knapp die 1:40er Rundenzeiten verpasst haben, also 1:41er Zeiten gefahren sind. Das sind ganze vier Sekunden schneller als meine bisherige Bestzeit auf dem STC und das sorgt natürlich für beste Stimmung
Nicht so schön ist, dass der Motor noch immer nicht ganz dicht ist. Nach spätestens zwei Turns a 30 Minuten musste ich raus und den Motor putzen.
Das Öl scheint an den Verschlussstopfen der inneren Zylinderkopfmuttern auszutreten und verteilt sich dank Fahrtwind und Schwerkraft gefühlt am ganzen Motor. Bevor das Öl abtropfen kann musste es eben in regelmäßigen Abständen von der Oberfläche des Motors abgewischt werden. Das ist kein Vergnügen an einem knallheißen Motor mit hochgelegtem Auspuff.
So bin ich dann während der Abkühlung des Twinmotors den einen oder anderen Turn mit der Ducati oder Aprilia gefahren, einen Turn auch mit Nils KTM.
Trotz der Leckage und dem hohen Drehzahlniveau ist der Ölverbrauch in völlig normalem Rahmen geblieben.
Ja, richtig gelesen, hohes Drehzahlniveau !
Der Manimotor drückt ab den auf der Rennstrecke genutzten 4.000 U/min deutlich besser als ein 750er Motor, aber was ab ca. 6.000 U/min abgeht, das ist der Wahnsinn.
Da ich keinen Drehzahlbegrenzer mehr habe, hat der Motor durchaus mal 8.000 U/min drehen müssen und das hat er klaglos und mit steigender Leistung gemacht.
Was diese Tortur "natürlich" nicht mitgemacht hat ist die Kupplung. Bei etwa 5.000 U/min hat sie begonnen leicht zu rutschen und über den Gasgriff geregelt hat sich das Hochdrehen wie Variomatik fahren angefühlt. Über die Kupplungsbeläge habe ich mir keine Gedanken gemacht, außer sie im Winter auszutauschen und zu sehen, wie ich ihnen zu mehr Standfestigkeit verhelfen kann. Zum Glück hat sich das Verhalten der Kupplung die Tage über nicht verändert, also konnte ich damit gut fahren.
Ich bin so gespannt, was der Motor leisten kann, wenn die Kupplung nicht mehr rutscht und für den STC eine etwas kürzere Übersetzung montiert ist.
Hier ein paar Bilder:
IMG_7265_Michi_vs_rotesMopped (Custom).JPG
IMG_7357_Michi_Kawa_hinten (Custom).JPG
IMG_8301 (Custom).JPG
IMG_8401_Michi_gruen (Custom).JPG
IMG_8356_Michi (Custom).JPG
IMG_8370_Michi (Custom).JPG
IMG_8317_Vater_Sohn (Custom).JPG
IMG_8320_Vater_Sohn (Custom).JPG
Soviel vom Stand der "Vienna" und dem letzten Rennstrecken-Event 2020.
Ich werde in unregelmäßiger Folge über die Fortschritte der Winterarbeit berichten

Am anderen Tuningmotor habe ich 37er Keihin "SmoothBore" CR Vergaser statt der jetzt montierten 34er Mikuni Flachschieber.
Eine programmierbare Ignitech-Zündung wartet auch auf ihren Einsatz.
Ach ja, ein Satz gebrauchter Reifenwärmer in genau der passenden Größe wurde von einem der Teilnehmer zu einem sehr günstigen Preis (40,-€) angeboten und ich habe zugeschlagen. Mal sehen, wie die Reifenwahl für 2021 aussieht.
https://www.continental-reifen.de/motor ... aceattack2
Keine Slicks, aber Reifen für die Reifenwärmer empfohlen werden, sind jetzt eine Option.
Liebe Grüße,
Michael