Seite 4 von 15
RE: Kleiner roter Eindringling, Honda CB 500 Four, 1972
Verfasst: Fr 19. Aug 2016, 19:14
von Rolf Simon "Gaga"
Hi Ruud,
verbrannt ist das richtige Wort, Elektrodenschweißnähte werden spröde (sie brechen gerne) und WIG / TIG / MIG sind die Schweißverfahren die du meinst. WIG / TIG (das mache ich) heißt Wolfram Inert Gas, TIG ist dasselbe in english (T für Tungsten/ Wolfram, die nicht abbrennende Elektrode des Schweißbrenners ist gemeint). Dabei wird der Schweißzusatz von Hand zugegeben, der Lichtbogen mit der Wolfram-Elektrode des handgeführten Brenners erzeugt. MIG ist derselbe Vorgang, nur maschinell (Das M in MIG). Inertes Gas (Argon) schützt das Schmelzbad vor dem schädlichen Sauerstoff der Umgebungsluft und vor dem Verbrennen der Edelstahllegierung.
Genug der Theorie, wenn du mit deinen Freunden hierhin kommst dann mach bitte nicht den Fehler den viele deiner Landsmänner (und -frauen) machen

. Hier sind die geraden Strassenstücke selten, die Kurven manchmal sehr eng und sie tauchen ganz überraschend auf.
Und es hat hier auch schon mal geregnet, dann werden die Strassen etwas ungemütlich :biggrin: .Der Abflug ins Gelände ist oft nicht weich, unsere Bäume und Felsen sind noch fester als die Leitplanken, dafür viel öfter vorhanden

.
Es gibt in meinem Dorf eine holländisch sprechenden Gastwirtin und eine schöne alte Mühle die inzwischen in Holländischer Hand ist und sehr viel gebucht und besucht wird. Aber wir haben euch gerne lebendig und das schaffen im Sommer nicht alle, die hier schöne Stecken finden.
Also, weiter viel Freude am Fahren

, das schrauben liegt dir ja sowieso.
Und falls du mich antreffen solltest, einen Kaffee oder eine sonstige Erfrischung habe ich immer da und für viele andere Wünsche oder Hilfe sind wir Eifeler immer eine gute Adresse.
Mach's weterhin gut und übe immer schön deine Aussprache, wir Twin-Treiber werden noch richtig international

.
Gaga.
RE: Kleiner roter Eindringling, Honda CB 500 Four, 1972
Verfasst: Sa 20. Aug 2016, 07:58
von Scholly
Hi Gaga,
das M in MIG steht nicht für maschinell sondern für Metall, also Metall Inert Gas, und ist das "normale" Schutzgasschweißen, bei dem der Lichtbogen zwischen dem Schweißdraht und dem Werkstück erzeugt wird. Eine Variante ist das MAG-Schweißen mit einem "aktiven" Gas, wie zum z.B. CO^2!
Ob Schweißnähte mit Elektrode geschweißt spröde werden, wage ich zu bezweifeln. Wenn sie korrekt ausgeführt werden, sind sie von der Haltbarkeit gleichwertig. Sauerstoff wird durch die Schlacke abgehalten und sie bringt sogar noch während des Schweißens verbrannte Legierungsbestandteile zurück ins Material. (Die Schlacke sollte nur lange genug auf der Naht verbleiben!) Nachteile sind die höhere eingebrachte Wärme und damit größere wärmebeeinflusste Zonen und größerer Verzug und die Dünnblechschweißung.
"Klugscheißeralarm!!!!!!!!!" ;-)
Gruß
Scholly
RE: Kleiner roter Eindringling, Honda CB 500 Four, 1972
Verfasst: Sa 20. Aug 2016, 19:15
von Ruud Barends
Gaga,
Seit 15 Jahren besuche Ich die Ardennen, Eifel , Schwarzwald zweimal ins Jahr mit mein Freunden. Alles ist vorbei gekommen: schnee, regen, 30+ Grad, platze, accu, unfall, gebrochen zug von Kupplung, Gas und noch verschiedene kleine sachen.
Meistens von Guzzi (>25 Jahr alt) aber auch BMW , jaja.....Aber die Kurven sind toll und ein Vorladung billig!
In Oktober haben wir wieder Lust in die Eifel zu fahren, vielleicht besuchen wir das Gasthaus bei dir in der Nähe. Kommen wir auch am Sonntagmorgen 7 uhr bei dir ein Tasse Kaffee trinken (so früh?? Ja stimmt dan haben wir noch ein ganze Tag zu fahren!) :biggrin: Nein, kein Angst, ist nur ein Witz!
RE: Kleiner roter Eindringling, Honda CB 500 Four, 1972
Verfasst: Mi 24. Aug 2016, 17:14
von Rolf Simon "Gaga"
Scholly hat geschrieben:
Hi Gaga,
das M in MIG steht nicht für maschinell sondern für Metall, also Metall Inert Gas, und ist das "normale" Schutzgasschweißen, bei dem der Lichtbogen zwischen dem Schweißdraht und dem Werkstück erzeugt wird. Eine Variante ist das MAG-Schweißen mit einem "aktiven" Gas, wie zum z.B. CO^2!
Ob Schweißnähte mit Elektrode geschweißt spröde werden, wage ich zu bezweifeln. Wenn sie korrekt ausgeführt werden, sind sie von der Haltbarkeit gleichwertig. Sauerstoff wird durch die Schlacke abgehalten und sie bringt sogar noch während des Schweißens verbrannte Legierungsbestandteile zurück ins Material. (Die Schlacke sollte nur lange genug auf der Naht verbleiben!) Nachteile sind die höhere eingebrachte Wärme und damit größere wärmebeeinflusste Zonen und größerer Verzug und die Dünnblechschweißung.
"Klugscheißeralarm!!!!!!!!!" ;-)
Gruß
Scholly
Nix Klugscheisseralarm

,
du hast Recht mein lieber Scholly. Metall statt Maschinell ist richtig und die von mir erwähnte Versprödung tritt gerne im Schweißnaht-Randbereich auf, der reisst dann speziell bei Haltern oder anderen dünnen Blechstreifen gerne direkt neben der Naht.
Gut, das es Fachleute gibt, die auch ohne "Schraubergott"-T-Shirt ihre Kompetenz beweisen können

.
Danke schön für's Update

.
RE: Kleiner roter Eindringling, Honda CB 500 Four, 1972
Verfasst: Mi 24. Aug 2016, 20:48
von Ruud Barends
20160824_192100_resized_1.jpg
20160824_192333.jpg
Diese Tag war sehr schön, 30 grad nur Sonne, kein Wind, ausgezeichnet wetter für Klahrlack spritzen.
Eigentlich sind die Scheinwerferbehalter schöner geworden dann gedacht. Vielleicht kommen sie doch auf mein roter eindringling. Das Schutzblech hinter gibt ein extra akzent an al das rote.
Schutzblech war vorher Chrom aber sehr biel rost, nicht schlecht geworden, doch?
Ruud
RE: Kleiner roter Eindringling, Honda CB 500 Four, 1972
Verfasst: Mi 24. Aug 2016, 21:40
von bikeorslk
Das ist aber auch ein schickes Rot. Und du kannst offenbar wirklich gut lackieren.
Ich musste mich mit einem Idioten von Autolackierer rumärgern...
Mach weiter, das wird gut!
Bye
Carsten
RE: Kleiner roter Eindringling, Honda CB 500 Four, 1972
Verfasst: Mi 24. Aug 2016, 22:47
von Bruder Lustich
Hallo Ruud,
lackierst du mit Kompressor oder Dose?
Das Ergebnis sieht jedenfalls gut aus.
@ Carsten: "Ich musste mich mit einem Idioten von Autolackierer rumärgern...Sad "
Manche sind schon sehr eigen.
Muss demnächst wegen einen tiefen Kratzer in meinem GTI auch mal einen aufsuchen. Mal schauen ob er zickt, oder eine vernünftige Lösung weis und anbietet.
@ Scholly: So eine Versprödung zu vermeiden, hast du einen Tipp?
Viele Grüße
Gerd
RE: Kleiner roter Eindringling, Honda CB 500 Four, 1972
Verfasst: Do 25. Aug 2016, 08:46
von Scholly
Hi Gerd,
mit Versprödung meint ihr wahrscheinlich Heißrisse, die in der Schweißnaht und im Wärmeeinflussbereich während des Erstarrens entstehen. Das wiederum ist ein Thema, das schon bald in den wissenschaftlichen Bereich eintaucht und da müsste ich mich auch erst mal wieder einlesen. Ich denke es handelt sich dabei um Mikrorisse, die an den Korngrenzen entstehen. Da das alles im kristallinen Bereich geschieht, könnte ich mir nur vorstellen das durch Spannungsarm- oder sogar Rekristallisationsglühen zu beheben. Andererseits glaube ich nicht, dass durch diese Maßnahmen schon entstandene Risse beseitigt werden können. Alle diese Nachbehandlungen liegen sowieso meistens außerhalb unserer Möglichkeiten und bringen uns nicht wirklich weiter.
Im Dünnblechbereich (<3mm) ist es daher ratsam so wenig Wärme wie möglich in das Werkstück zu bringen und es so langsam wie möglich abkühlen zu lassen. (letzteres ist meine eigene Meinung!)
Außerdem sollte man jede Schweißnaht vernünftig nachbehandeln; soll heißen: beschleifen, eventuell polieren, bei Stumpfnähten die ursprüngliche Materialdicke wieder herstellen. Jede Schweißraupe, jeder Schleifkratzer und jeder Dickenunterschied beinhalten im Endeffekt Kerben, die dann zur sogenannten Kerbwirkung und damit zu Bruchneigung führen.
Wir sind jetzt aber schon im sehr speziellen Bereich, über den sich lang und breit berichten, aber auch streiten lässt!
Schwieriges Thema!
Hoffe es interessiert
Scholly
PS.: Ich lasse mich gerne korrigieren od. belehren!!! Man lernt nie aus!
RE: Kleiner roter Eindringling, Honda CB 500 Four, 1972
Verfasst: Do 25. Aug 2016, 20:49
von Ruud Barends
Hi Gerd,
Ich habe ein Kompressor aber durch Probleme mit kleine Wassertropfen gebrauch Ich der nicht mehr. (der luft entfeuchter functioniert mwahh) So alles mit einem Dose. (Vielen Dosen...)
Damit ich ein funkelnd rot möchte habe Ich viel untersucht es zu erreichen.Sibermetallic ist die Lösung.
Zuerst ein primer hellgrau dan silbermetallic und dan Motip rot nr 51558 nicht zulange auf ein Teil spritzen aber schnell von links nach rechts und oben und unter und dan auch nog 4 5 schichten mit ein Pause dazwischen.
Mein favorit: 2K Klahrlack am liebsten 3 4 schichten und die Letzte schichte dick anbrengen im Dusche licht damit man gut sehen kann wo der Lack kein Orangenhaut, aber gleich aussieht.
Was Ich auch schon geschrieben habe: außen warm kein Wind usw.
Ruud
RE: Kleiner roter Eindringling, Honda CB 500 Four, 1972
Verfasst: Do 25. Aug 2016, 21:21
von Bruder Lustich
Hi Ruud,
danke für den Tipp mit dem Silbermetallic. Ansonsten wie ich es mir schon gedacht habe.
@ Scholly: langsam Abkühlen lassen vermindert bestimmt größere Verspannung des Materials. Wie wäre es um solche Risse zu vermeiden, wenn man das Material vor dem Schweißen auf Temperatur bringen würde? Denke die Risse entstehen vielleicht durch den großen Temperaturunterschied.
Viele Grüße
Gerd