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Re: Der Motoröl Thread

Verfasst: Di 23. Mär 2021, 22:50
von bikeorslk
Ach Martin,

danke, du hast mein (nur leicht ;) ) ins Wanken gekommenes Bild von unseren soliden alltagstauglichen Motoren wieder ordentlich geradegerückt und hoffentlich in allen Köpfen fixiert.

Man kann m.E. die Theorie auch übertreiben - und ganz ehrlich - wie sieht das aus: Himbeersaft hinterm Schauglas :idee: :schock:

Nix für ungut Mark, ich denke die Praxis aus 45 Jahren ist hier naheliegender als deine sicherlich wohlüberlegten aber nicht wirklich notwendigen Sorgen.

Bye

Carsten

Re: Der Motoröl Thread

Verfasst: Mi 24. Mär 2021, 18:43
von mark76
Hallo Martin,

auch vielen Dank von meiner Seite … Deine gemessenen Kurven passen wieder in mein Weltbild und lassen mich ruhig schlafen.

Der Druck bei Leerlauf sieht „gesund“ aus und mit zunehmender Drehzahl sowieso.
Ist nicht anders als der Leerlauföldruck den ich als junger Mensch (lange her) mal bei einem Audi 2.0TFSI auf dem Prüfstand gemessen hatte.
Um den Motor zu überwachen habe ich das Notsignal am Prüfstand bei 0,5bar Öldruck gesetzt. Nach Volllast-Betrieb habe ich den Motor auf Leerlauf gesetzt und
plötzlich tönt das Alarmsignal weil nach dem Vollastbetrieb das Öl so warm war, dass sich der Druck unter die 0,5 bar (so bei 0,3 – 0,4bar) eingependelt hat.
Bei Teillastbetreib mit anschließendem Leerlauf ist der Druck nie soweit runter – klar Öl war nicht so warm.

Vor diesem Hintergrund und mit dem was ich hier im Forum „gelernt“ habe (s. Bild und Link), war ich schon etwas „nervös“ hätte die Aussage
„1,5bar bei 5000 U/min“ gestimmt. So nervös, dass ich gar nicht fragen wollte was die B für ein Leerlauföldruck hat.;)

viewtopic.php?p=7001#p7001

Aber dank Deiner Messung handelt es sich für mich um einen „normalen“ Motor mit „Standard-Leerlauföldruck“, so dass ich mir keine Sorgen über stabilen
Öldruck machen muss.

Re: Der Motoröl Thread

Verfasst: Mo 9. Okt 2023, 15:46
von Matthi
...

20-W50 mineralisch solls möglichst sein, das hab ich jetzt begriffen.

Ich hab aber trotzdem mal eine Frage an die Motoröl-Experten:
Und zwar hab ich mal gelesen, dass man Mineralisch , Sythetisch und teilsynthetisch bedenkenlos auch vermischen kann.

Ich frage deshalb weil ich erst vor ca. 1.000 km Ölwechsel gemacht habe mit 10W-40 teilsynthetisch (fälschlicherweise).
Hab bei Voll-Last auch gemerkt dass die Kupplung mal anfängt zu rutschen.
Kann ich jetzt bis zum nächsten Ölwechsel nach nochmals 4.000cm mit Minealischem 20-W50 immer bei Bedarf nachfüllen?
Oder ist es besser gleich nochmal nen Ölwechsel zu machen?

Gruß aus Eschwege
Matthi

Re: Der Motoröl Thread

Verfasst: Mo 9. Okt 2023, 20:39
von Michael
Servus Matthi,
man kann die Öle mischen, dabei verändern sich die Eigenschaften aber nicht zum Positiven.
Das ist aber keineswegs so kritisch, wie z.B. verschiedene Bremsflüssigkeiten zu mischen und unsere Motoren werden das semi-synthetik/mineralische Motoröl verkraften.

Eine einmal zum Rutschen neigende Kupplung wird das - nach meiner Erfahrung - auch nach einem Ölwechsel wieder machen.
Hier kommen oft erlahmte Federn und verschlissene Reibscheiben mit ins Spiel.
Ein Austausch dieser Teile kann Wunder wirken ;)
Eine korrekte Einstellung der Kupplungsdruckstange auch (falls vorhanden).

Einer meiner Rennmotoren hat die Kupplung überfordert, die ist häufiger durchgerutscht, bis sich am Ende der Motor ähnlich wie mit einer Variomatic ausgerüstet benommen hat. Damit bin ich bestimmt noch 200km auf der Rennstrecke (Rundkurs) gefahren, also kein plötzliches Versagen der Kupplung.

Mit verstärkten Federn (EBC, 15%) und Lucas-Reibscheiben hat sich der "Grip" wieder eingefunden.
... und klar, 20W-50, mineralisch.

LG, Michael

Re: Der Motoröl Thread

Verfasst: Di 10. Okt 2023, 07:12
von Matthi
:headbang:
alles klar, danke

Re: Der Motoröl Thread

Verfasst: Mi 22. Jul 2026, 15:22
von Rolf Simon "Gaga"
:wallbash: Hallo ihr unbelehrbaren Alteisentreiber :P
Ich möchte diesen Thread mal mit neuem Leben füllen, weil mir ein übler Schelm einen derben Streich gespielt hat :(
Nachdem ich bei unserer Ausfahrt beim Treffen gegen Ende derselben ein stärker werdendes Kupplungsrutschen bemerkt habe, kam mir dieses wieder in den Sinn, als ein Freund mich nach dem Zustand der Kawa befragt hatte :rolleyes:
Es ging um das nächste geplante Treffen vergangenes Wochenende in der Nähe von Freiburg, an dem ich mit meinem BMW-Gespann teilnehmen wollte und zu diesem Zweck die ölende Telegabel abdichten sowie den Kupferwurm in Anacondagröße beseitigen wollte :idee:
Das dieses Vorhaben leider nicht so zügig umsetzbar war, hätte ich mir ja gleich denken können, der stetige Wintereinsatz fordert häufig solche Fehlerbehebungen ein :(
Da kam Volkers Frage:"und was ist denn mit der Kawa?" beim hochnotpeinlichen Telefonverhör 2 Tage vor Abfahrt gerade recht und mir die Antwort: "die läuft, nur die Kupplung rutscht gelegentlich!" gerade richtig :rolleyes:
Und sein Hinweis auf die länger schon fälligen Streicheleinheiten für mein Gespann und deren zeitliche Aufwand im Vergleich zum Kupplungstausch an der Kawa auch nicht gerade unpassend :thanks:
Also, die benötigten Teile aus dem Fundus geholt und los ging's ;)
Die säuberlich eingetütete Kupplung meines ersten Motors, die ich ca 15000 km vor dessen plötzlichem Dahinscheiden aufgrund Steuerkettenriss ausgebaut, gereinigt und nicht ausreichend konserviert habe, hatte dann doch ein wenig Kontaktrost auf den Belägen der Reibpartner angesetzt, die Federn aber auch die gleiche Länge wie die am eingebauten Motor :idee:
Keine Verwerfung oder Anlaufspuren an den Stahlscheiben beider Kupplungen, allerdings ein paar Macken an den Aludomen der Andruckplatte ließen mich an den Komplettaustausch der Kupplung inkl, Gehäuse, Lagerbuchse usw. denken ;)
Wo war jetzt mein seinerzeit angefertigtes Haltewerkzeug zum Lösen der Mutter auf der Antriebswelle :P
Nicht mehr auffindbar, also flugs ein neues gebaut :headbang:
Aber diese Antriebswellenmutter kann nur noch ein mittelschweres Erdbeben in Verbindung mit massivster Gewalteinwirkung lösen, zumindest ist das meine Annahme nach den erfolglosen Versuchen :schock:
Also, Reibscheiben getauscht, alles zusammengebaut und dann mal eben den vorher gelösten Einstellmechanismus um die eine Umdrehung wieder reingeschraubt und........nada :wallbash:
Die Kugel hatte sich durch das Schlagschraubergerappel herausgezittert um unerkannt beim abnehmen desselben auf den Werkstattboden zu fallen, nicht ohne sich ein gemütliches Plätzchen unter dem Rahmen der Hebebühne zu suchen :idee:
Wiedergefunden habe ich sie erst, als ich eine aus meinem Teilefundus stammende gleichwertige montiert habe, das Einstellen, oh Wunder, einwandfrei möglich wurde und der Seitendeckel mitsamt Zündungsgedöns wieder so saß, wie er soll :)
Die immer noch mit dem Öl der Ende 90er Jahre vollgesogenen Reibscheiben machten am nächsten Morgen (die ganze Aktion ging mit anschliessendem Volltanken und dem Herstellen der Abreisebereitschaft bis in die frühen Morgenstunden, um 2:45 Uhr lag ich auf dem Sofa, nachdem ich mein verspätetes Mittagsmahl eingenommen hatte und um 5 rappelte der Wecker) die Anfahrt zu den Freunden in der Nähe von Trier mit zügiger Hatz über die Schnellstrasse, auch AB genannt, möglich und mein Vertrauen in die neue alte Kupplung felsenfest :D
Tja, also ich möchte sagen Sandsteinfelsenfest, also eher etwas nachgiebig :wallbash:
Schön, dass ich mit gleichem Öl das benötigte Level wiederhergestellt hatte, das auch vorher schon zum Auffüllen benutzt wurde :unschuldig:
Schönes Mannol 20 W 50 aus dem 10 Liter-Gebinde, das meiner BMW, ebenfalls ein luftgekühlter 2-Ventil Zweizylinder, seit vielen Jahren einen runden Motorlauf unter vielerlei Einsatzbedingungen und lange Lebensdauer beschert hat :thanks:
Nur hat die eine TROCKENKUPPLUNG, Herr Gaga :D
Der langen Rede kurzer Sinn, die erforderliche Qualifikation nach JASO war unauffindbar, die Anfahrt zum Treffen wendete sich für mich kurz hinter der französischen Grenze um die Freunde nicht länger zu behindern und wurde zur Heim(suchung)fahrt :motorrad:
Die letzten der in Gegenrichtung gefahrenen 150 km gingen dann (70 davon) im Windschatten eines LKW mehr schlecht als recht, doch immerhin bis in die heimische Garage :welcome:
Jetzt ist neues Liqui Moly 20 W 50 mit Jaso M2 geordert, weil ich mir keinen anderen Grund als Erklärung für dieses Drama denken kann :(
Eine Motorspülung kommt ebenfalls zur Anwendung, auch wenn ich deren Sinn noch etwas nebulös sehe, immerhin wird bei dieser auch zwischen Trockenkupplungs- und Nasskupplungsgeeignet unterschieden :idee:
Zu dem üblen Schelm, der mir den ganzen Mist eingebrockt hat, hilft diese Ausrede sicherlich nicht :unschuldig:
Jetzt geht's wieder in die Garage, die Arbeit ruft :P
Ach ja, mein Blutzucker aber auch, vielleicht fange ich einfach mit dem an :mad:
Natürlich mit Malzbier, für den schnellen Anstieg :D
Essen wird überbewertet :popkorn:

Re: Der Motoröl Thread

Verfasst: Do 23. Jul 2026, 13:57
von onkelheri
;) :D :thanks:

Re: Der Motoröl Thread

Verfasst: Do 23. Jul 2026, 15:12
von ausreiter
Tacho Gaga,

von Manolo gibts das mineral 20W50 auch für Ölbadkupplung :P
Unereicht der günstige Preis fürs 10l Gebinde :cool:

Kann ich nur empfehlen, fahre ich sogar im 860er. Kein Kupplungsrutschen ;) .

Schau dir trotzdem nochmals die Federn und die Belagscheiben an

Schade ums Treffen jedoch aus eigenen Fehlern lehrnt man wohl am besten :rolleyes:

Re: Der Motoröl Thread

Verfasst: Do 23. Jul 2026, 16:31
von martin s aus b
ausreiter hat geschrieben: Do 23. Jul 2026, 15:12 ... von Manolo gibts das mineral 20W50 auch für Ölbadkupplung ...
Hallo Peter,

welches Öl fährst Du da konkret? Die Webseite :idee: bietet da eine große Auswahl ...

Und noch ein Hinweis an Gaga
Screenshot 2026-07-23 163350.jpg
Wenn ichs richtig verstehe möchtest du Deine rutschende Kupplung mit anderem Öl plus einer Reinigungsspülung der Beläge mit ebendiesem neuen Öl wieder 'dauerfest' machen. Meine Erfahrung: no chance, rutscht weiter, du bekommst die Belage nicht mehr 'sauber'. Da helfen nur neue :wallbash:

Martin

Re: Der Motoröl Thread

Verfasst: Do 23. Jul 2026, 21:25
von ausreiter
Hallo,

ich stimme dir Martin zunächst zu, hätte Gaga Neue Beläge verwendet.
Hat er aber nicht, sondern solche die, wie er sagt, gefahren und Ölgetränkt konserviert und jetzt wiederverwendet wurden.

Ich denke das die Beläge mit früherem Öl so getränkt waren das der kurze Einsatz des falschen Öles nicht unbedingt die Beläge
untauglich gemacht haben.
Ich würde eine Reinigung mit Bremsenreiniger anwenden um das falsche Öl abzuwaschen und vorm Einbau mit richtigem Öl bestreichen.
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Hier das angefragte Öl, Martin. Ich wechsle allerdings jährlich das Öl, egal wieviel km.