Dabei hab ich ein paar Dinge anders, einfacher, gemacht wie beim ersten Mal und zähl das hier mal auf, falls jemand ebenfalls umbauen will.
martin s aus b hat geschrieben: ↑Fr 10. Apr 2020, 17:14
Jetzt muß noch, das hab ich erst beim Erststart gemerkt, Platz zwischen dem hinteren Ausgleichsgewicht und dem Zahnrad des sechsten Ganges geschaffen werden. Da gibts eine 'Überdeckung' von ca 0,5 mm, ich hab das Gangrad ca 0,7 mm im Durchmesser reduziert und am Fliehgewicht nochmal ca 3/10 weggenommen. Statt 'Klemm' gibts jetzt eine Spalt von 4/10 mm. Geht sicher auch durch Mehr-Wegnahme am Fliehgewicht allein.
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Letzter Punkt, der ist aber eher Kür als Pflicht: Bei der Z 750 ist das Kettenritzel mit der Mutter axial verspannt, bei der GPZ nur über ein Sicherungsblech axial fixiert.
Ich kenn das von der Honda 500 Four. Das Ritzel bewegt sich minimal auf der Mitnahmeverzahnung und frisst die langsam aber sicher weg bis Ritzel und Welle im Eimer sind. Ich hab eine kleine Vorspannmutter gebastelt die sich im Sicherungsringeinstich axial abstützt und das Ritzel klemmt. Weniger aufwendig wärs im Nachhinein gewesen die Welle am Sicherungsringeinstich abzuschneiden, zu bohren, ein Innengewinde M10 zu schneiden und das Ritzel mit einer 10er-Schraube plus Scheibe zu klemmen. Nächstes Mal!
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Fast fertig, nur noch die Schaltrastierung: Die sitzt serienmäßig, glaub ich zumindest, über dem Zahnrad des dritten Ganges. Die Schaltgabel für den ersten und fünften Gang werkelt beim Sechsgang so weit nach rechts daß die Rastierung verschoben werden muß und jetzt über dem relativ großen Zahnrad des fünften Ganges sitzt. Und im Gegensatz zu meiner Zeichnung ist hier der Abstand zum Zahnrad an den Rasthochpunkten kleiner Null.
Ich hab den Durchmesser durch Verrunden der Höcker-Hochpunkte mit dem Schleifer um, wenn ich mich richtig erinnere, 2 mm reduziert, funktioniert problemlos.
Beim ersten Umbau war der Abstand zwischen dem hinteren Ausgleichsgewicht und dem Zahnrad des sechsten Ganges ...

... knapp kleiner als Null. Wie ichs dieses Mal zusammengesteckt hab gabs an der Engstelle statt Überdeckung 3/10 Luft, offensichtlich fallen die geschmiedeten Ausgleichsgewichte unterschiedlich aus. Ich hab mit der Flex an der Engestelle noch 2/10 weggeschliffen, damit sinds 5/10 so daß die Änderung am Gangrad hinfällig war.

Bei der Schaltrastierung reichts die Spitzen um 5/10 statt eines ganzen Millimeters zu kappen.

Auch die Sache mit dem Festsetzen des Kettenritzels geht einfacher. In eine Axialbohrung in der Welle hab ich ein Gewinde M10x1.25 geschnitten und verspann mit der Schraube Nummer 4 auf dem Foto das Ritzel über eine Druckscheibe.

Die vom Fünfgang übernommenen Kugellager haben sich offensichtlich im Gehäuse gedreht. Je ein Stift im Gehäuse mit entsprechender Bohrung Nummer 3 im Lageraußenring verhindert das. Genauso wird das serienmäßig bei den Nadellagern gemacht.

Bei der Kupplung, Stelle Nummer 2, hab ich beim ersten Aufbau einen kleinen Fehler gemacht. Eine Bohrung in der Welle speist Öl in eine umlaufende Nut (rot). Von der wird über eine Bohrung im Lagerinnenring (blau) das Nadellager mit Öl versorgt. Beim Getriebe der Z 750 liegt die Bohrung und Nut der Welle, wie das sein muß, axial unter der Bohrunbg im Lagerring. Die Welle des Sechsaganggetriebes ist kürzer, die Nut liegt weiter vorn so daß die Bohrung im Lagerring axial versetzt ist
Das hab ich nicht in meine Umbauskizze eingezeichnet und deshalb glatt übersehn. Funktioniert aber, Nadellager sind, was die Ölversorgung angeht, relativ genügsam, seit 19.000 km in der Enduro, vermutlich durch Schleuderöl, trotzdem. Als Abhilfe hab ich jetzt in der Bohrung des Lagerinnenrings einen kleinen Querkanal eingeschliffen der das Öl über die fehlenden 2 mm von der Nut zuräußeren Ölbohrung transportiert.
Und statt wie beim ersten Mal das Kickstarterritzel, Nummer 1, auf seiner Welle mit Scheiben und einem gekürzten Lagerring Richtung Gehäusewand zu verschieben hab ich in den Lagerring eine zweite, um 1,5 mm aus der Mitte verschoben Fixierbohrung gesetzt und verschieb damit die ganze Welle um dieses Maß.
Allen Umbauern viel Spaß mit dem Sixspeed-Motor!