Hallo zusammen
ich bin Renate, 48. Mein Vater ist im Frühjahr gestorben und hat mir seine Z750 Twin hinterlassen, Baujahr 1977, gepflegt, aber seit drei Jahren nicht bewegt. Ich habe einen Motorradführerschein, bin aber ewig nicht gefahren.
Mein erster Impuls war verkaufen. Dann sass ich in der Garage auf dem Ding und habe gemerkt, dass ich das nicht übers Herz bringe. Jetzt überlege ich, sie wieder fit zu machen und selbst zu fahren.
Was müsste man nach drei Jahren Standzeit alles machen, bevor man losfährt? Vergaser, Bremsen, Reifen ist klar, aber worauf muss ich speziell bei der Twin achten?
Und ganz nebenbei: Seit ich allein lebe, suche ich sowieso nach etwas, das mich wieder unter Leute bringt. Vielleicht ist das Motorrad genau der richtige Anfang.
Danke schon mal
Renate
Die Z750 Twin von Papa, fahren oder verkaufen?
-
Renate_S48
- Twin-Forum Anfänger
- Beiträge: 1
- Registriert: Mi 30. Sep 2026, 15:59
Die Z750 Twin von Papa, fahren oder verkaufen?
Renate, Z750 Twin und neuer Lebensabschnitt
Vor der Anmeldung gelesen, Zusammen.ch Erfahrungen ab 50: https://zusammen-erfahrungen.ch/
Vor der Anmeldung gelesen, Zusammen.ch Erfahrungen ab 50: https://zusammen-erfahrungen.ch/
- Rolf Simon 'Gaga'
- Z750Twin-Fan
- Beiträge: 262
- Registriert: Do 18. Jun 2009, 21:54
- Wohnort: Strotzbüsch / Vulkaneifel
Re: Die Z750 Twin von Papa, fahren oder verkaufen?
zuerst einmal mein Mitgefühl zu deinem verstorbenen Vater, ein Ereignis was sich inzwischen bei immer mehr von uns einstellt
Wenn dein Papa auch in unserem Forum aktiv war bzw vielleicht mal auf einem unserer Treffen in Erscheinung getreten ist, müsste schon etwas mehr bekannt sein
Eine kurze Vorstellung von dir wäre dahingehend sehr gerne gesehen, schon alleine um evtuelle Hilfe auch tätlich zu ermöglichen
Daher ist ein Wohnort, wenn auch nur annähernd, hilfreich, um zu sehen wer in deiner Nähe eventuell kompetente Aussagen treffen kann.
Dann aber auch gleich meinen Glückwunsch zu deinem Entschluss, die alte Kawa in Ehren zu halten
Was nach der relativ langen Standzeit zu beachten ist, ist dem Einzelfall und den Bedingungen des Einmottens geschuldet.
Grundsetzlich bin ich jedesmal über die Robustheit und die Anspruchslosigkeit unserer alten Twins begeistert, die selbst nach längeren Standzeiten mit voller Batterie, etwas frischem Sprit und kleinen Motivationshilfen über den Kickstarter recht zuverlässig anspringen.
Jetzt wäre interessant zu wissen, welchen Twin genau du da hast, ich gehe jetzt mal von einer B2 aus, die als ganz normale Strassenversion ja über einen Hauptständer verfügt, auf dem aufgebockt sich einige Starthilfen wie das Durchtreten ohne Zündung und auch erst einmal ohne geöffneten Benzinhahn verabreichen lassen.
Ein weiterer Gedanke gilt den Bremsen, die auch lieber bremsen als unbelastet ihrem nächsten Einsatz entgegen zu sehen
Aber genug des Kopfscheu machens, ein paar kleine Tips und Grundsätzlichkeiten hast du jetzt bekommen, Teilnahme an unserer Gemeinschaft und unsere Hilfe zur Selbsthilfe hast du jetzt an die Hand bekommen, mach etwas daraus
Die Beliebtheit dieser alten Twin, die so aussergewöhnlich im Kawasaki-Angebot dieser Zeit war, ist gerade bei unseren weiblichen Teilnehmern nicht zu verachten.
Also, nur Mut, wir beissen alle nicht
- Metalgäd
- Z750Twin-Fan
- Beiträge: 281
- Registriert: Di 4. Aug 2015, 10:17
- Wohnort: Schwalmstadt
Re: Die Z750 Twin von Papa, fahren oder verkaufen?
Moin Renate!
Auch von meiner Seite aufrichtige Anteilnahme aber auch ein Willkommen hier im Geschehen.
Wie Rolf halte ich es ebenfalls für die richtige Entscheidung, deines Vaters Mopped weiter zu fahren.
Erinnerungspotential, das fahrerische Erleben auf den Twins und die Tatsache dass du schon eine kleine Rarität dein Eigen nennen darfst, sind Gründe, die mir dazu einfallen. Hier wird bei vernünftigem Miteinander gern geholfen, sei es mit Wissen oder auch mit Ersatzteilen.
In diesem Sinne, viel Erfolg bei der Wiederinbetriebnahme.
Gerd(2)
Auch von meiner Seite aufrichtige Anteilnahme aber auch ein Willkommen hier im Geschehen.
Wie Rolf halte ich es ebenfalls für die richtige Entscheidung, deines Vaters Mopped weiter zu fahren.
Erinnerungspotential, das fahrerische Erleben auf den Twins und die Tatsache dass du schon eine kleine Rarität dein Eigen nennen darfst, sind Gründe, die mir dazu einfallen. Hier wird bei vernünftigem Miteinander gern geholfen, sei es mit Wissen oder auch mit Ersatzteilen.
In diesem Sinne, viel Erfolg bei der Wiederinbetriebnahme.
Gerd(2)
- manne
- Z750Twin-Experte
- Beiträge: 921
- Registriert: Fr 14. Mär 2008, 22:58
- Wohnort: Neckarsulm
Re: Die Z750 Twin von Papa, fahren oder verkaufen?
Wenn weiterfahren gewünscht... oder auch nicht - wegen Teilen oder Hilfe gerne hier anfragen..
mfg Manne
mfg Manne
- bikeorslk
- Z750Twin-Experte
- Beiträge: 2077
- Registriert: Do 19. Jun 2008, 20:49
- Wohnort: Buxtehude
Re: Die Z750 Twin von Papa, fahren oder verkaufen?
Moin Renate,
nach zwei busy Wochenenden komme ich endlich dazu, dich hier zu begrüßen. Schön, dass du uns gefunden hast. Ich nehme an, du hast vorher hier schon ein wenig gelesen und erkannt, dass wir nicht so ein "normales" Forum mit tausenden Mitgliedern sind, sondern ein ziemlich kleiner Verein - bedingt, logisch, durch die Seltenheit unserer Schätzchen.
Da führt aber eben auch dazu, dass eine Menge Leute hier sich persönlich kennen und wertschätzen. Du wirst hier bei uns nie irgendwelche unfreundlichen, herabwürdigenden oder diskriminierenden Posts finden. Wir Moderatoren haben es richtig gut!
Wie schon gesagt, wäre es hilfreich, zunächst mal zu checken, welches Motorrad genau da in deiner Garage steht. Ein paar Fotos hier eingestellt helfen uns, den Zustand (Umbauten?) zu beurteilen und dich bei der Wiederinbetriebnahme zu unterstützen. Wie es geht? Easy: Hier unten den Reiter "Dateianhänge" öffnen, auf "Dateien hinzufügen" klicken und deine Bilder einfügen.
Was außerdem hilft, ist uns zu verraten, wieviel Vorwissen du hast. Haben dich die o.g.Begriffe "Wassersack" und "Sintermetallfilter" kalt gelassen, oder beginnst du mit deiner Schrauberkarriere und brauchst ggf. ein wenig Basistraining? Entsprechend können und werden wir dich begleiten - aber eben auch keine Eulen nach Athen tragen, wenn es nicht nötig ist.
Zu deiner Frage, auf was du achten musst, noch eine Ergänzung von mir:
Es wird nicht reichen, frischen Sprit in den Tank zu füllen. Das heutige Benzin hat die dumme Eigenschaft, Wasser zu ziehen (wegen des Ethanol-Gehalts) und in den Vergasern nach längerer Standzeit eine ziemliche Sauerei zu hinterlassen. Der schleimige Bodensatz ist - du kannst es dir sicher denken - nicht mehr zündfähig und muss irgendwie weg.
Die beste Variante ist natürlich eine Komplettreinigung der Vergaser, möglchst mit Ultraschall. Aber das ist schon eine etwas größere Operation. Zweitbeste Variante: Die beiden Schwimmerkammern demontieren und reinigen. Da kommt man bei der B dran (Originalvergaser vorausgesetzt), ist aber Fummelei von unten.
Dritte und zunächst mal empfohlene Lösung: Schraube die beiden Ablassschrauben ab und lass mit offenem Benzinhahn einiges Benzin durchfließen (Auffangen mit flacher Plastikwanne), verschließe wieder und versuche dann zu starten. Das Benzin im Tank sollte aber auch neu sein ;-)
Wenn sie läuft, kann man dann der ersten Tankfüllung eine gute Portion Vergaserreiniger zugeben, das sollte zunächst reichen. Meine B3 hat mal acht Jahre gestanden (Ausland, Elternzeit) und ich habe sie so wieder zu Laufen bekommen.
Nicht vergessen: Die Batterie ist - vermutlich - auch nicht mehr in Ordnung. Eine Neue wirkt Wunder.
So, nun viel Erfolg - wir freuen uns auf deine Rückmeldung.
Bye
Carsten
nach zwei busy Wochenenden komme ich endlich dazu, dich hier zu begrüßen. Schön, dass du uns gefunden hast. Ich nehme an, du hast vorher hier schon ein wenig gelesen und erkannt, dass wir nicht so ein "normales" Forum mit tausenden Mitgliedern sind, sondern ein ziemlich kleiner Verein - bedingt, logisch, durch die Seltenheit unserer Schätzchen.
Da führt aber eben auch dazu, dass eine Menge Leute hier sich persönlich kennen und wertschätzen. Du wirst hier bei uns nie irgendwelche unfreundlichen, herabwürdigenden oder diskriminierenden Posts finden. Wir Moderatoren haben es richtig gut!
Wie schon gesagt, wäre es hilfreich, zunächst mal zu checken, welches Motorrad genau da in deiner Garage steht. Ein paar Fotos hier eingestellt helfen uns, den Zustand (Umbauten?) zu beurteilen und dich bei der Wiederinbetriebnahme zu unterstützen. Wie es geht? Easy: Hier unten den Reiter "Dateianhänge" öffnen, auf "Dateien hinzufügen" klicken und deine Bilder einfügen.
Was außerdem hilft, ist uns zu verraten, wieviel Vorwissen du hast. Haben dich die o.g.Begriffe "Wassersack" und "Sintermetallfilter" kalt gelassen, oder beginnst du mit deiner Schrauberkarriere und brauchst ggf. ein wenig Basistraining? Entsprechend können und werden wir dich begleiten - aber eben auch keine Eulen nach Athen tragen, wenn es nicht nötig ist.
Zu deiner Frage, auf was du achten musst, noch eine Ergänzung von mir:
Es wird nicht reichen, frischen Sprit in den Tank zu füllen. Das heutige Benzin hat die dumme Eigenschaft, Wasser zu ziehen (wegen des Ethanol-Gehalts) und in den Vergasern nach längerer Standzeit eine ziemliche Sauerei zu hinterlassen. Der schleimige Bodensatz ist - du kannst es dir sicher denken - nicht mehr zündfähig und muss irgendwie weg.
Die beste Variante ist natürlich eine Komplettreinigung der Vergaser, möglchst mit Ultraschall. Aber das ist schon eine etwas größere Operation. Zweitbeste Variante: Die beiden Schwimmerkammern demontieren und reinigen. Da kommt man bei der B dran (Originalvergaser vorausgesetzt), ist aber Fummelei von unten.
Dritte und zunächst mal empfohlene Lösung: Schraube die beiden Ablassschrauben ab und lass mit offenem Benzinhahn einiges Benzin durchfließen (Auffangen mit flacher Plastikwanne), verschließe wieder und versuche dann zu starten. Das Benzin im Tank sollte aber auch neu sein ;-)
Wenn sie läuft, kann man dann der ersten Tankfüllung eine gute Portion Vergaserreiniger zugeben, das sollte zunächst reichen. Meine B3 hat mal acht Jahre gestanden (Ausland, Elternzeit) und ich habe sie so wieder zu Laufen bekommen.
Nicht vergessen: Die Batterie ist - vermutlich - auch nicht mehr in Ordnung. Eine Neue wirkt Wunder.
So, nun viel Erfolg - wir freuen uns auf deine Rückmeldung.
Bye
Carsten
- Twinfreak
- Z750Twin-Experte
- Beiträge: 999
- Registriert: Mo 21. Mär 2016, 20:17
- Wohnort: Mittelfranken
Re: Die Z750 Twin von Papa, fahren oder verkaufen?
Hallo Renate
sollest du Maleur mit deinen Vergasern haben ich habe hier einen Satz liegen den hat unser Vergaser Spezialist extra zu dem Zweck gemacht dass man damit testen kann ob und wie das Teil dann läuft.
Für weitere Fragen gern auch als P/N hier
Gruß Eric
sollest du Maleur mit deinen Vergasern haben ich habe hier einen Satz liegen den hat unser Vergaser Spezialist extra zu dem Zweck gemacht dass man damit testen kann ob und wie das Teil dann läuft.
Für weitere Fragen gern auch als P/N hier
Gruß Eric