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Big Bore Kit
#71
Liebe Twintreiber,

nach der Abstinenz von diesem Projekt geht es wieder weiter !

Die Idee vorkonfektionierte "Big Bore"-Kits anfertigen zu lassen habe ich verworfen.
Also bleibt dieser Motor "one of a kind", also ein Einzelstück.
Von Manfred haben wir ja schöne Anhaltspunkte bekommen, wie man es machen kann:
http://www.z750twin.de/Manfreds_LTD.htm

Ich habe NOS (new old stock, also Originalteile) Einlass- und Auslassventile gekauft und sie sind eingetroffen:
   
Bei den Auslassventilen habe ich gleich zwei Paar besorgt. 
Weitere Motorüberholungen stehen an, wenn auch "nur" mit 750 cm³ oder doch wieder mit "Big Bore", mal sehen.
   
Neue (keine NOS!) Ventilschaftdichtungen aus Viton sind auch schon hier.
Damit sollte lange ein an dieser Stelle problemloser Betrieb möglich sein ;-)

Mikuni Flachschiebervergaser TM34-120 (momentan zum Test in meinem Caferacer eingebaut) stehen auch schon für diesen Motor zur Verfügung.
Umbau auf Doppelzündung ist aktuell nicht geplant.
Sehrwohl liebäugel ich mit einer Digitalzündung. Wird wohl die von Sachse werden.
Bald ist ja Weihnachten ;-)

Nach einiger Recherche wurde die Einlaßnockenwelle als deutlich leistungsreduzierendes Teil identifiziert.
Um hier eine Lösung zu bekommen, hatte ich die Verwendung einer Auslassnockenwelle auf der Einlassseite in Erwägung gezogen.
Da das Feedback dazu spärlich bzw. indifferent ausfällt, habe ich die Firma CAMPRO in Bochum angesprochen.
http://www.campro-technologie.de/campro_kompetenz.html

Sie überarbeiten in Ausnahmefällen (wie meinem) auch existierende Nockenwellen durch aufschweißen und neu schleifen, so wie es Megacycle in USA planmäßig machen.
http://www.megacyclecams.com/
Naja, wenn ich das auch in Deutschland machen lassen kann, dann lieber hier ;-)

Ich werde morgen den Zylinderkopf, mehrere Nockenwellen, die neuen Ventile und mehr Teile in ein Paket an CAMPRO verpacken und nächste Woche losschicken.
Sie bieten auch weitere Arbeiten an, wie z.B. planen des Zylinderkopfs, fräsen der Ventilsitzringe, bearbeiten des Brennraums (Anpassung der Quetschkante bei Big Bore!), etc. 
Mal sehen wie wir uns da verständigen und preislich einigen können, notwendig sind die Arbeiten allemal.

Also, es geht weiter ;-)

LG, Michael

PS: Einen neuen Dremel habe ich mir auch gekauft, der alte gibt mittlerweile bei starker Belastung "Rauchzeichen" von sich.
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#72
Hallo Michael,
toll wie Du die Sache angehst.
Im caferacerforum habe ich Deine Ausführungen und die der anderen gelesen.
Da ist ja ne menge Hirnschmalz vorhanden, toll. Richtige Experten die da über
Motortuning kommunizieren. Das bringt so manche Überlegung an den Tag.
Ich habe auch schon mal über andere Nockenwellen nachgedacht. Meine Bekannten
in der Rühler Schweiz schweissen Nockenwellen für alte BSA Motoren um, für
Wettbewerkzwecke. Wie ich das verstanden habe kommt es nach dem Umschweissen
der Nocken auch auf eine geeignete Härtung der Lauffläche des Nockens an,
aber das weißt Du ja sicher.
Ich wäre an einer Angabe zur Härtung interessiert. Falls Du da was erfährst
teil es bitte  mit.
Ansonsten weiter so, bin gespannt.

Schönen Sonntag
Peter
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#73
Alles schläft ... oder ist bei diesem Thema noch jemand wach?

Martin
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#74
Hi Martin,

musste erstmal die Renntwin fertig machen Wink

Heute und morgen werde ich die Werkstatt aufräumen (totales Chaos nach der Last-Minute-Schrauberei hinterlassen) und dann geht es mit den Motoren voran.
Werde den Big-Bore-Motor wohl doch in die Renntwin einbauen, da brauche ich einfach mehr "Saft" Wink
Wie ich den da behutsam einfahren soll ist aber noch unklar ?
Evtl. doch erstmal 1.000 km im Caferacer spazieren fahren.

Mal sehen wie es sich damit mit den Ritzeln ausgeht.
Ist ja ein Motor mit Kupplungsdruckstange, aber ohne Kettenfangblech und mit der "kleinen" 520er Kette wird die Montage eines 18er Ritzels möglich sein.
Im Caferacer werde ich bei der bewährten 17-36-Übersetzung mit 530er Kette bleiben.

Mittlerweile habe ich eine Methode gefunden, wie man nur zu zweit und ohne großen Kraftaufwand die Motoren in den Rahmen rein- und rausbekommt.
Bilder werde ich bei Gelegenheit nachreichen, es handelt sich schlicht um einen Scherenheber und ein daraufliegendes, etwa 2 cm hohes Holzbrettchen (ca. 10x10cm).

Zum Einbau kurbele ich den Scherenheber genau bis unter die Rahmenrohre, ohne den Rahmen anzuheben.
Das Holzbrett gleicht in etwa die Höhe der unteren Rahmenrohre aus und man kann den Motor (ohne Ventildeckel !) ganz einfach mit der Ölablaßschraube auf das Holzbrettchen stellen und dann im Rahmen positionieren. Dabei verklemmt er sich nicht massiv im Rahmen, lediglich die Ausbuchtung der vorderen Ausgleichswelle benötigt einmal kräftiges Anheben des Motors, damit sie am Rahmen vorbeigeht.
Danach ist alles easy und der positionierte Motor läßt sich prima in seine unteren Aufnahmen im Rahmen absenken.

Mein angefragter Motorenbauer ist einfach nur eine Pfeife und kommt nicht mit Preisen für einen, drei, fünf oder zehn Big-Bore-Kits um die Ecke !

Diesen Winter werde ich sicher den Big-Bore-Motor fertigstellen Wink

Danke für dein Interesse !

LG, Michael
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#75
Muss erst noch ein paar Honda VFR-Teile für den Verkauf ablichten, aber die Werkbank ist schon für die Motoreninstandsetzung präpariert:
   
LG, Michael
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#76
Ok, habe die Kisten mit Motorteilen vom Wohnzimmer in die Garage geschleppt.
   
Es kann losgehen Wink
Erstmal Teile probieren, hier die Kurbelwelle, ungeachtet jeder Reparaturanleitung und Montagereihenfolge.
Der Kram muss sitzen, sich leicht drehen lassen und ich werde sicher einige Montageversuche als Trockenübung durchführen, bevor ich den Motor final zusammenschraube.
So schaut's aus:
   
   
Die Kurbelwellenlager sehen toll aus. 
Da werde ich sogar auf die Messung des Lagerspiels verzichten.
Der Motor ist ja vorher problemlos gelaufen, also warum sollte ich mir da Gedanken machen ?
   

LG, Michael
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#77
Liebe Twintreiber,

ich war heute bei meinem Motoreninstandsetzer.
Der Kolben, der von mir als Muster eingereicht wurde, ist noch nicht wieder im Hause.
Er hat ihn zu Wössner geschickt, hoffe die haben den noch, schwitz !

Ansonsten habe ich weitere Teile dieses Motors zusammengesucht und in der unteren Hälfte des Motorgehäuses platziert.
Sitzt gut, läuft schön, alles prima.

Bei den Ausgleichsgewichten muss ich nochmal schauen.
Die werden mittels kleinen, federbelasteten Pins positioniert und ein solcher Pin lag "plötzlich" auf der Werkbank.
Natürlich habe ich die Gewichte runtergemacht, sonst kann man die Wellen nicht montieren, aber dabei nicht auf diese Pins geachtet.

Ich vermesse noch die Länge der Ketten (Primär- und Ausgleichswellen) sowie der bisher noch nicht montierten Steuerkette.
Da möchte ich Teile mit möglichst geringem Verschleiß montieren Wink

Ausgleichswellenkettenspanner fehlt auch noch, aber eins nach dem anderen und so kann ich mich wieder an den Aufbau des Motors im Detail herantasten.
Das was auf den Bildern zu sehen ist, ist schon jetzt unerfreulich schwer.
Da kann man erahnen, warum ein kompletter Twinmotor 78 kg wiegt.

LG, Michael

   
   
   
   
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#78
Hi, Michael,

interessante Einblicke.
Du solltest die Fotos vielleicht noch an gut wieder auffindbarer Stelle posten, damit sie sich nicht in diesem Thread verstecken, wenn jemand solche Bilder sucht.

Aus Neugierde: Warum ist der rechte Deckel schon drauf? Der trägt doch gar nichts, oder?

Bye

Carsten
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#79
Danke Carsten,

ich habe den Kupplungsdeckel - mit seinem Ölschauglas - nur montiert, um mir den möglichen Ölstand im Motor vor Augen zu führen.
Ansonsten hat der zu diesem Zeitpunkt keinerlei Bewandnis.

Ich sammel die Bilder und werde eine neue Fotostory "Motorinstandsetzung" im öffentlichen Teil unserer Website einstellen.

LG, Michael
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#80
Hallo Michael,

danke für deine Postings, wieder einmal ein wissenswertes Thema, bildlich dargestellt.
Dafür ein eigenes Thema auf der Webseite zu stellen, klasse Idee.

Alle die es interessiert oder die einen Motor instandzusetzen wollen können sich somit
sämtlich/sprichwörtlich ein Bild der Innereien unseres Twinmotors machen. 

das nen ich , lebendige Interessen Gemeinschaft,
Peter
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